Von dem Wirtschaftsförderer der Stadt Marburg initiiert, wurde eine regionale CD-ROM zum Thema „Existenzgründung - Aus der Hoch-schule in die Selbstständigkeit" erstellt. Ziel der CD-ROM ist, Studen-ten und Hochschulabsolventen für das Thema Existenzgründung zu interessieren, das nötige betriebswirtschaftliche Know-how zu ver-mitteln, über Förderkonzepte zu informieren und regionale Bera-tungsmöglichkeiten und Ansprechpartner aufzuzeigen. Für die finan-zielle Unterstützung dieses Pilotprojektes sorgte neben der Stadt Marburg auch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung über die Technologie Stiftung Hessen sowie der Sparkassen- und Giroverband Hessen / Thüringen.
Wer hört sie nicht gerne - die Erfolgsgeschichten von jungen Existenz-gründern ... Innovative Unternehmen kurbeln nicht nur die Wirtschaft an und schaffen neue Arbeitsplätze, sondern sorgen auch für eine langfris-tige Standortentwicklung. Und das freut besonders die kommunalen Wirtschaftsförderer. Ein Anflug von Bitterkeit mischt sich allerdings in die allgemeine Gründungsfreude, wenn diese zukunftsträchtigen Grün-dungen immer gerade woanders stattfinden. Insbesondere kleinere Hochschulstandorte haben hier häufig das Nachsehen. Sie leisten zwar bedeutende Beiträge in den Zukunftsbranchen Bio-, Umwelt- und Infor-mationstechnologie, jedoch wird nur ein Bruchteil der vorhandenen Forschungsleistungen und Qualifikationen wirtschaftlich umgesetzt. Und dies findet selten im direkten räumlichen Umfeld der Hochschulen statt.
Um diesem Trend entgegenzuwirken und die lokalen Forschungs- und Wissenspotenziale zu aktivieren, bietet die Stadt Marburg zahlreiche Hilfen speziell für Gründer aus der Hochschule. Zu nennen sind hier das Marburger Förderzentrum für Existenzgründer aus der Universität (Mafex) mit seinem Informations-, Beratungs- und Coaching-Angebot, die im Rathaus stattfindenden Beratungssprechstunden des Rationa-lisierungs- und Innovationszentrums der deutschen Wirtschaft (RKW), die Infomärkte für Unternehmensgründer, die Ausschreibung von Grün-derpreisen und - last but not least - die Eröffnung der Gründerzentren I und II, des Softwarecenters und des in Planung befindlichen Techno-logie- und Gründerparks, die allesamt günstige Startmöglichkeiten für innovative Unternehmensgründungen bieten.
Über diese Unterstützungsleistungen hinaus hat der Wirtschaftsför-derer der Stadt Marburg, Herr Dr. Jochen Stauder, ein Pilotprojekt initiiert, um Studenten und Hochschulabsolventen schon frühzeitig an das Thema Existenzgründung heranzuführen. Ganz im Zeichen der Neuen Medien erhalten interessierte Hochschüler in Marburg die Möglichkeit, sich mittels CD-ROM mit einer selbstständigen Tätigkeit als potenzielle berufliche Alternative auseinanderzusetzen und dabei gleichzeitig informiert und unterhalten zu werden. Denn die regional ausgerichtete CD-ROM bietet nicht nur fachliches Gründerwissen, sondern überdies zahlreiche „Extras".
Neben der Vermittlung von betriebswirtschaftlichem Know-how gibt es auf der CD-ROM zahlreiche weitere multimediale Features. So finden sich beispielsweise mehrere Software-Programme, mit denen Kalkula-tionen erstellt oder potenzielle Unternehmensstandorte verglichen werden können. In Video- und Textbeiträgen werden erfolgreiche Exis-tenzgründungen vorgestellt, das Stimmungsbild von Marburger Studen-ten zum Thema Existenzgründung wiedergegeben und Interviews mit namhaften Experten aus dem Bereich der Existenzgründung geführt, wie z. B. Herrn Prof. Dr. Klandt, dem Inhaber des ersten Lehrstuhls für Gründungsmanagement. Grafiken und Tabellen liefern Hintergrund-wissen, eine umfangreiche Literaturbesprechung gibt einen Überblick über einschlägige Bücher und kostenlose Broschüren und zahlreiche externe Links verbinden Nutzer der CD-ROM - wenn gewünscht - direkt mit den thematisch wichtigen Seiten des Internets. Und wen das Grün-dungsfieber wirklich packt, findet die notwendigen regionalen Ansprech-partner direkt dort, wo sie thematisch abgehandelt werden - von der Agentur für Arbeit über die Gewerbeabteilung bis zum Zentrum für angewandte Biosensorik.
Dass der Wirtschaftsförderer mit diesem Projekt auf das „richtige Pferd" setzt, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Marburger Studenten. Fast die Hälfte - genau 45% - aller befragten Studenten gaben an, es sich gut vorstellen zu können bzw. mit dem Gedanken zu spielen, sich selbst-ständig zu machen. Lediglich 2% der befragten lehnten eine Existenz-gründung kategorisch ab und nur 4% hatten sich noch überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.
So viel Gründungseifer sollte belohnt werden, das ist nicht nur Meinung der Stadt Marburg, sondern auch des hessischen Ministeriums für Wirt-schaft, Verkehr und Landesentwicklung, der TechnologieStiftung Hes-sen und des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen / Thüringen. Diese unterstützten das Pilotprojekt sowohl inhaltlich als auch finanziell und möchten eine bundesweite Verbreitung der CD-ROM fördern. So entstanden mittlerweile Versionen für Gießen, die Region Starkenburg, Kassel und Frankfurt am Main. Mit der Erstellung der CD-ROM wurde die Marburger Firma art & weise medienproduktion betraut, die bei der Konzeption der CD-ROM eine Mehrfachnutzung gleich mit einplanten und diese in Form eines sogenannten Container-Konzeptes realisierten. Dabei sind die Struktur der CD-ROM Oberflächen und bestimmte Module (z. B. Förderprogramme, Know-how etc.) für alle Städte und Regionen nutzbar, während einzelne, speziell auf die Region abgestimmte Module bedarfsgerecht ausgetauscht werden können.
Bleibt zu hoffen, dass junge Gründer weiterhin Erfolgsgeschichten schreiben. Dass sie dies in Marburg bereits getan haben, beweisen die auf der CD-ROM aufgeführten „Gründerporträts", in denen man die persönlichen Gründungsgeschichten von Hochschulabsolventen nachlesen und sich gleichzeitig inspirieren lassen kann.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
art & weise medienproduktion Zeppelinstraße 6 35039 Marburg Tel.: 06421 / 27948; Fax: 06421 / 27988 E-mail: info@auw-media.de Homepage: www.auw-media.de
Version „Marburg”: Universitätsstadt Marburg Referat für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung Rathaus 35035 Marburg Ansprechpartner: Herr Dipl.-Geogr. Liprecht Tel.: 06421 / 201 - 291 Herr Sprenger Tel.: 06421 / 201 - 321
Version „Gießen”: Universitätsstadt Gießen Abt. Wirtschaftsförderung Ansprechpartnerin: Sabine Wilcken-Görich Berliner Platz 1 35390 Gießen Tel.: 0641 / 306-10 57 Fax: 0641 / 306-20 60 E-mail: sgoerich@giessen.de
Version „Starkenburg”: Wirtschaftsförderung Region Starkenburg e.V. Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Martin Braun Rheinstraße 89 64295 Darmstadt Tel.: 06151 / 3 97 16 54 Fax: 06151 / 3 97 16 52 E-mail: braun@wirtschaft-starkenburg.de
Version „Kassel”: IHK Kassel Innovation Ansprechpartner: Dipl.-Ing. Eugen Knoth Kurfürstenstraße 9 34117 Kassel Tel.: 0561 / 7891-200 Fax: 0561 / 7891-400 E-mail: knoth@kassel.ihk.de
Version „Frankfurt am Main”:
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