Viele Selbstständige nutzen für ihre private Altersvorsorge kapital-bildende Versicherungen (Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht- und kapitalbildende Lebensversicherungen). Für diese Altersvorsorge-formen traten ab 2005 gleich mehrere steuerliche Änderungen in Kraft:
Die neue Regelungen ab 2005:
Die Erträge aus Lebens- und Rentenversicherungen sind nicht mehr steuerfrei, sondern werden zu 50% besteuert, allerdings nur dann, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit hatte und er frühestens zum 60.-ten Lebensjahr ausbezahlt wird - ansonsten fallen 100% Steuern auf die Erträge an. Die Beiträge sind zwar weiterhin absetzbar, allerdings gelten dafür wesentlich geringere Höchstbeträge als bisher. Die neuen Höchstbeträge sind auch bei Selbstständigen meist durch andere Versicherungsbeiträge (z. B.: zur Krankenversicherung bereits ausgeschöpft - de facto entfällt der Steuervorteil in der Ansparphase in den meisten Fällen. Seit 2005 gibt es dafür eine neue Form der privaten Altersvorsorge - die sog. „Rürup-Rente“: Die Beiträge zu diesen Verträgen sollen zum großen Teil steuerlich absetzbar sein und es gelten dafür deutlich höhere Höchstbeträge. Die „Rürup-Renten“-Verträge werden vorrausichtlich keine Einmalauszahlungen ermög-lichen, sondern nur laufende, lebenslange Altersrenten ausbezahlen. Diese Rentenzahlungen werden im Alter dann zu 100% besteuert.
Tipp zur Auswahl des Anbieters:
Sollte diese Form der Altersversorgung für Sie interessant sein, gilt es im zweiten Schritt verschiedene Versicherungsgesellschaften zu verglei-chen - auch hier gibt es einiges zu beachten: Eines der wichtigsten Auswahlkriterien ist die Finanzstärke der Gesellschaft - also die Fähig-keit der Gesellschaft ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Anlegern nachzukommen: Aufschluss über die Finanzstärke der Gesell-schaft geben die Testergebnisse von Rating-Agenturen (wie z. B.: Fitch, Assekurata, map-report,...). Bitte beachten Sie, dass die Agenturen z.T. unterschiedliche Prüfverfahren haben und daher unterschiedliche Ergebnisse liefern - schauen Sie sich also immer mehrere Testergeb-nisse an. Einige der veröffentlichten Ratings beziehen sich nicht auf die Gesellschaft selber, sondern auf den Konzern zu dem das Versiche-rungsunternehmen gehört. Für die Rendite des Vertrages ist das Ein-zelergebnis oft aussagekräftiger. Ein wichtiges Ergebnis der verschiede-nen Ratingagenturen gleich vorab: Es sind nicht automatisch die großen Anbieter, die sehr finanzstark sind. Im Gegenteil: Viele große Versiche-rer haben noch enorme stille Lasten in Ihren Bilanzen stehen. Fazit: Ein intensiver Vergleich (evtl. auch bestehender Verträge) lohnt sich, denn eine falsche Entscheidung lässt sich nicht problemlos korrigieren.
Weitere Infos: Arne L. Iwers Wirtschaftsberatung Tel.: 0228-6896-829
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